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Kontrastmittel

Kontrastmittel werden sowohl bei vielen MRT, als auch CT Untersuchungen verwendet. Sie helfen, krankhafte Befunde zu entdecken, indem sie den Kontrast innerhalb der Gewebe erhöhen. Kontrastmittel werden in eine Vene gespritzt, binnen weniger Sekunden verteilen sie sich mit dem Blutstrom im ganzen Körper. In einigen Fällen ist es hilfreich, ein Organ in kurzen Zeitabständen (Sekunden bis wenige Minuten)  nach der Kontrastmittelgabe zu untersuchen und so einen dynamischen Eindruck von der Gewebedurchblutung zu erhalten. Auf diese Weise gelingt es oftmals, eine genauere Diagnose zu stellen oder überhaupt zu entscheiden, ob eine krankhafte Veränderung vorliegt. Bei einigen Untersuchungen sind Kontrastmittel nicht nötig, bei einigen hilfreich und bei anderen unerlässlich.

Viele Patienten sehen eine Gabe von Kontrastmittel kritisch, da sie etwas über Nebenwirkungen gelesen oder gehört haben. Aus diesem Grund sagen uns einige vor der Untersuchung, sie würden der Kontrastmittelgabe nur zustimmen, wenn es unbedingt erforderlich sei. Sie können sich sicher sein: wir injizieren Ihnen ein Kontrastmittel ausschließlich, wenn es der Diagnosefindung dient.

Da sich die Kontrastmittel, die beim MRT und CT verwendet werden erheblich unterscheiden, finden Sie hier ein paar Anmerkungen dazu.

MRT

Die bei der Magnetresonanztomographie verwendeten Kontrastmittel enthalten Gadolinium, es gehört zu der Stoffgruppe der „seltenen Erden“. Diese Kontrastmittel sind hervorragend verträglich, milde allergische Reaktionen sind absolute Raritäten. Bei der Injektion kann es zu einem metallischen Geschmack auf der Zunge kommen, das ist normal und unbedenklich.

In letzter Zeit konnte man in der Presse Artikel lesen, die darüber berichten, dass sich das im Kontrastmittel enthaltene Gadolinium im Gehirn ablagern kann. Dies wurde bei Patienten beobachtet, die wiederholt in ihrem Leben Kontrastmittel injiziert bekommen haben. Neuere Forschungsergebnisse belegen, dass dies von der chemischen Zusammensetzung der Kontrastmittel abhängig ist. Ablagerungen treten bei den sogenannten „linear“ aufgebauten Kontrastmitteln auf, nicht bei den „zyklisch“ strukturierten. Wir verwenden in unserer Praxis seit Jahren ausschließlich „zyklische“ Kontrastmittel der Originalhersteller (Bayer, Guerbet). Unabhängig davon ist bislang nicht geklärt, ob die Kontrastmittelablagerungen im Gehirn irgendeinen negativen Effekt bewirken.

CT

Bei der Computertomographie verwendet man jodhaltige Kontrastmittel. Diese sind ebenfalls sehr gut verträglich, können aber selten allergische Reaktionen hervorrufen. Bei der Injektion entsteht ein intensives Wärmegefühl im Körper, das ist völlig normal und nicht Ausdruck einer unerwünschten Nebenwirkung.

Die Ausscheidung erfolgt über die Niere, ist die Nierenfunktion eingeschränkt, kann die Niere durch das Kontrastmittel zusätzlich geschädigt werden. Aus diesem Grund benötigen wir vor der Untersuchung den aktuellen Kreatininwert, der uns sagt, ob die Niere normal arbeitet.

Das im Kontrastmittel enthaltene Jod wird von der Schilddrüse aufgenommen und in das Schilddrüsenhormon eingebaut. Bei Patienten mit unerkannter Schilddrüsenüberfunktion kann das unangenehme Folgen haben.  Aus diesem Grund benötigen wir den aktuellen TSH Wert, der Aufschluss über die Funktion gibt.

Die Blutwerte könne Sie z.B. beim Ihrem Hausarzt, Internist oder Urologen bestimmen lassen.

Sowohl vor, als auch nach der Kontrastmittelgabe sollten sie viel trinken, das hilft Ihrer Niere bei der Ausscheidung des Kontrastmittels.

Was sollten Sie über Kontrastmittel wissen?

MRT / CT

Magnetresonanztomographie

  • Allergische Nebenwirkungen sind absolute Raritäten
  • Kontrastmittel enthalten Gadolinium
  • Werden von uns nur verabreicht, wenn es der Diagnosefindung dient
  • Sie brauchen nichts weiter beachten oder tun

Computertomographie

  • Allergische Nebenwirkungen sind selten
  • Kontrastmittel enthalten Jod
  • Werden von uns nur verabreicht, wenn es der Diagnosefindung dient
  • Dürfen nicht bei Schilddrüsenüberfunktion oder Nierenunterfunktion gegeben werden
  • Sie sollen vor und nach der Untersuchung reichlich trinken
  • Wir benötigen folgende aktuelle Blutwerte. Krea und TSH (Hausarzt, Internist)